Die Bakchen

nach Euripides

Im Rahmen des Internationalen Regiefestival, Leipzig entstand 2009 die Performance „Die Bakchen“.

„Dionysos nur, Dionysos, Theben nicht,
hat uns zu gebieten."

Eine mit Gips überzogene Bühne und ein weiße Leinwand sind der visuelle Ausgangspunkt der Performance. Eine kurze Schattensequenz erzählt von Pentheus und seiner Begegnung mit den wahnsinnigen Frauen und seinem brutalen Tod durch die eigene Mutter Augaue. Agaue tritt als zweigesichtige Tänzerin auf. Ihre Arme stecken in übergroßen goldenen Pompons. Sie erinnern an brennende Fackeln, wehende Haare und tierisches Fell. Schnell wirbeln die goldenen Fäden um ihren Körper. Ihr Vater Kadmos, eine Figur in Gips getränkter Kleidung und archaisch Maske, erlöste sie von der Besessenheit. Agaue kämpft mit der Rückkehr ihres Bewußtseins und dem Schmerz, der Gipsboden unter ihren Füßen zerbricht, bis die Spiltter sie am Tanzen hindern.

Die Performance " Bakchen" wurde mit dem Publikumspreis während des Regiefestivals ausgezeichet.

Idee und Umsetzung: Franziska Merkel

Tanz und Performance: Saskia Stengele

Videodarsteller: Heiko Klandt

Gesang und Performance: Franziska Wittgrebe und Franziska Lange

Textbearbeitung altgriechisch:Thomas Mirzwa