Das Zuckerlabor

Zuckerperformance von und mit Franziska Merkel und dem Cellisten Hiromichi SAKAMOTO (Yokohama, Japan)

Das „Zuckerlabor" ist eine experimentelle Begegnung. Franziska Merkel untersucht Kristallzucker als Werkstoff in seinen verschiedenen Konsistenzen und lässt den Zuschauer daran teilhaben. Die Verwandlungsfähigkeit dieses Materials wird in einem performativen Spiel sichtbar. Der Zucker durchläuft verschieden Etappen: wird gewogen, zusammengestellt, erwärmt, gekocht, temperiert, gegossen, geformt und gefärbt. Für diesem Prozess wurde jedes Zuckerküchenobjekt sorgfältig ausgewählt: alte schöne Emailletöpfen, elektrische Kochplatten und verschiedenste Küchengeräte. Eine hölzerne, eiserne, kupferne und irdene Belegschaft geht der „Materialforscherin“ zur Hand. Belebt durch den Zufall und die Improvisation des Cellisten SAKAMOTO entstehen eigenwillig expressive Gebilde und besetzten nach und nach den Raum. Der Zuschauer erlebt einen Schöpfungsprozess – hört, sieht und riecht die Erfindungen der Forschungsküche und kann seinen Assoziationen frei folgen. Er wird Zeuge einer ungewöhnlichen künstlerischen Begegnung.

SAKAMOTO Hauptinstrument ist das Cello. Daneben arbeitet er auch mit der musikalischen Säge, mit elektronischen Instrumenten, seiner Stimme und mit Loops sowie anderen elektronischen Verfremdungen. In Japan wirkt er in verschiedenen Formationen mit und ist seit 1994 als Theatermusiker tätig. Sakamoto hat mit zahlreichen Künstlern aus den Bereichen Theater, Tanz, Film, Photographie und bildender Kunst zusammen gearbeitet. Tourneen und Projekte führten ihn in die USA, nach Europa und in mehrere Länder Asiens.

Das „Zuckerlabor" entstand im Rahmen der Begegnungen des Ohayô, Japan! – Japanisches Festival, Leipzig.